Wir über uns
Die Stiftung finanziert sich aus einer Nachlassspende von Ursula Vences (1941–2024).
Als Gymnasiallehrerin setzte sich Ursula Vences über viele Jahrzehnte für Völkerverständigung, Frieden sowie für Geschlechter- und Bildungsgerechtigkeit ein. Sprache, Literatur und Kultur der iberoamerikanischen Welt standen dabei im Mittelpunkt ihres pädagogischen und ehrenamtlichen Engagements. Neben ihrer Unterrichtstätigkeit veröffentlichte sie zahlreiche didaktische Materialien und Fachbeiträge für den Spanischunterricht, die in renommierten Fachverlagen erschienen und die Entwicklung der Spanischdidaktik in Deutschland mitprägten.
Ihr wissenschaftliches und pädagogisches Wirken wurde 2016 mit der Festschrift Interkulturalität und Mehrsprachigkeit. Beiträge zu Sprache, Literatur und Kultur Spaniens und Lateinamerikas gewürdigt, herausgegeben von Marcus Bär, Walther L. Bernecker und Marita Lüning (edition tranvía, ISBN 978-3-946327-02-8).
Ursula Vences war ein langjähriges (Vorstands-) Mitglied des Vereins zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln- Corinto/ El Realejo in Nicaragua. Dieser Verein besteht seit über 30 Jahren, kommt ursprünglich aus der Solidaritätsarbeit und hat in der Vergangenheit zahlreiche kulturelle, soziale und entwicklungspolitische Projekte in der Partnerstadt Corinto unterstützt. Zudem wurden auch in Köln viele Informationsveranstaltungen zur Lage im Partnerland durchgeführt.
Ein besonderes Anliegen war Ursula Vences die Förderung interkultureller Verständigung. Ihr Fokus lag dabei auf der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie auf der Unterstützung von Frauenprojekten. Der Schüleraustausch mit der Partnerstadt Corinto in Nicaragua in Kooperation mit dem Städtepartnerschaftsverein war ihr besonders wichtig.
Die in ihrem Namen ins Leben gerufene Stiftung ist diesen Zielen verpflichtet. Der Nachlass ermöglicht uns die eigenständige Zusammenarbeit mit Projekten über Nicaragua hinaus. Laut Satzung hat die Stiftung den folgenden Zweck:
„Die Förderung der internationalen Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens durch interkulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen und die Förderung der Gleichberechtigung von Männern und Frauen. Dabei sollen vor allem Projekte der Entwicklungszusammenarbeit in Lateinamerika unterstützt werden“.
Der Stiftungszweck wird verwirklicht insbesondere durch
a) die Förderung von Maßnahmen, die der kulturellen und entwicklungspolitischen Bildung von Kindern und Jugendlichen dienen.
b) die Förderung von Projekten der Jugendhilfe, die die Verbesserung der sozialen Situation benachteiligter Kinder und Jugendlicher in Lateinamerika und Deutschland zum Ziel haben. .
c) Es können Projekte gefördert werden, die dem politischen, ökonomischen und sozio- kulturellem Empowerment von Frauen dienen.
Die Stiftung wendet sich gegen jede Form von Diskriminierung und Ausgrenzung. Sie setzt sich ein für die Förderung der Gleichstellung und der sexuellen Selbstbestimmung. Diese Grundsätze werden bei der Förderung von Projekten berücksichtigt.
Der Stiftungsvorstand:
Tom Braun; Esther Kuhles; Karl Lichtenberg (Vorsitzender); Vera Minnik; Miguel Vences